
Ach du meine Güte. Augen reiben und schnell ein zweiter Blick. Die FDP mit einem sozialen Aufmacher?
Die FDP will nicht die Mieten erhöhen? Die Wohnungnot mindern?
Ja, aber da verdienen doch die Spezl Grundbesitzer und Immobilenfonds nix mehr.
Nun, Nachtigall …
Zwischen den Zeilen kann man ja doch was ahnen. Im Grund winkt der Zaunpfahl schon, aber die erstblickliche Überraschung steckt noch ein bisschen in den Windungen und die Füße reagieren etwas flüssiger. Um die Ecke ist ja noch ein Plakat.
Ja, und da verraten sie sich dann umgehend.
Die Welt ist – nun leider nicht wieder in Ordnung, im Gegenteil -, aber die Fronten sind wieder so klar wie eh und je.
Bauen, Bauen, Bauen! Wo es nur geht.
Komisch. Da funkte doch auf dem ersten Plakat glatt etwas Schneid durch, etwas Kreativität und auch fast ein bisschen Gewieftheit. Das passte irgendwie zum gewinnend dreinschauenden Herrn Hoffmann darüber. Futsch!
Auf dem zweiten Motiv bleibt im Grinsen dann nur noch Ignoranz, Arroganz und Hohn für die Mieter, deren Miete angeblich nicht erhöht werden sollte sowie für Münchens Klimabilanz.
Da braucht es das dritte Motiv eigentlich kaum noch.


Der Vollständigkeit halber sei es aber nicht verschwiegen.
Inhaltlich irgendwo zwischen den beiden anderen, wobei mir der Humor nicht gleich so eingeht.
Will sie Wohnungen auf Supermärkten bauen – sprich in bester Lage – und diese dann zu nicht erhöhten Mieten, also zum gleichen Preis wie bisherige Wohnungen in guter Lage, anbieten?
Oder meint sie den Film „Roofman“ mit Channing Tatum?
Nein, ich glaube da fehlt mir die richtige Phantasie.
Ein Schuft, wer böses dabei denkt oder Nomen est Omen. Frau Bindestrich „Reich“ hat irgendwie nochmal das gleiche Thema. Bauen, Bauen, Bauen.
Nur grinst sie etwas gefährlicher als ihr OB-Kandidat. – Doch, die macht mir irgendwie Angst.

Ja, und eine Woche später, da lagen sie dann eine Etage tiefer am Abgang zur U-Bahn darnieder.

Da hat sich jemand so richtig geärgert und etwas Luft gemacht.
Schadenfreude liegt mir fern, aber so ist das in der Politik. Wer nicht polarisiert oder gar mal ein wenig provoziert wird übersehen.
Also gilt es alles auf eine Karte oder einen dreier Plakatständer zu setzen und aufzufallen. Da fällt man schon mal den falschen auf. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, gell.
Anderen ergeht es da übrigens auch nicht besser.
Hier mag jeder selbst entscheiden wes OB-Kandidaten Plakatschicksal das schlimmere ist.
Das des lachenden Hoffmann oder das des B mit der Brille.
Der B hat ja ganz fleißige Anhänger, die ganz viele seine Bilder bemalen. Aber die CSU ist schnell, wenns ums Austauschen geht.
Apropos. Ist das eigentlich ein gelungenes Logo?
Man müsste das B vielleicht mal drehen und mit der Brille horizontal ansehen …
Aber das führt hier zu weit. Das ist ja Stoff für einen weiteren Plattschuss aktuell, gell.
