Wochte am Sonntag: Fragen über Fragen

… schon das nette Sesamstraßenerkennungslied wusste: „Wer nicht fragt bleibt dumm“.

Interessant ist es zu beobachten, dass Fragen (auch persönliche) kaum zu gemein sein können, als dass der Befragte es einem wirklich übel nimmt. Eher fühlt er sich angenehm entlarvt und erleichtert. Er nennt das dann: „Auf den Punkt getroffen!“ – Voraussetzung ist freilich etwas Fingerspitzengefühl für die rechte Situation.

Nach diesem ersten Dienst, dessen große Akzeptanz wohl psychologisch eng mit dem Phänomen des „Sich von der Seele Redens oder Nehmens“ zusammen hängt, sollte der Befragte dann allerdings nicht alleingelassen werden, sondern umfassend und so objektiv wie möglich den Spiegel vorgehalten bekommen. Sozusagen die volle Breitseite erhalten. Denn auch wenn es ihm selbst nicht so bewusst ist oder er es von sich aus vielleicht nicht so formulieren kann, es verlangt ihm jetzt danach.

So objektiv wie möglich ließe sich womöglich folgendermaßen definieren, wenn wir schon dabei sind:
„Ohne eigene Eitelkeit unter Zuhilfenahme aller Erfahrung und Reife.“
Das ist gewiss kein Pappenstiel und auch gar nicht immer auf die Schnelle und vor allem überall leicht hinzukriegen.
Andersherum betrachtet, wahrhaft eine ordentliche Herausforderung, aber es lohnt sich ja am End‘ für beide, nicht wahr? – Warum eigentlich für den anderen? – Sei ’s drum!
Also fleißig üben, ausprobieren, beobachten und weitersagen … oder lieber nicht?
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